Erfahrt, wie Hot Desking funktioniert, welche Vor- und Nachteile es hat und warum es immer mehr zu einem wichtigen Teil einer hybriden Arbeitsplatzstrategie wird.

Hot Desking ist ein flexibles Modell für die Arbeitsplatzverteilung im Büro, bei dem Mitarbeitende bei ihrer Ankunft einen beliebigen freien Schreibtisch wählen, anstatt feste, ihnen zugewiesene Schreibtische zu haben. Diese Anordnung hilft Unternehmen, ihre Büroflächen effizienter zu nutzen, Immobilienkosten zu senken und hybrides Arbeiten zu unterstützen, während sie Mitarbeitenden Auswahl, Flexibilität und Möglichkeiten für Zusammenarbeit und Teamarbeit bietet. Bei durchdachter Gestaltung kann das die Produktivität, das Wohlbefinden der Mitarbeitenden und die allgemeine Arbeitsatmosphäre erheblich verbessern.
Das Wichtigste in Kürze:
Hot Desking ist ein flexibles Arbeitsplatzmodell, bei dem Mitarbeitende keine festen Schreibtische haben, sondern sich einfach einen freien Platz aussuchen können, wenn sie ins Büro kommen. Mit dem Aufkommen von Remote Work und hybriden Arbeitsmodellen ist dieses Modell immer beliebter geworden. Es ist eine super Möglichkeit, Büroflächen effizienter zu nutzen, sich an veränderte Teambedürfnisse anzupassen, Silos aufzubrechen und die Zusammenarbeit anzukurbeln. Da Mitarbeitende ihre Zeit zwischen Homeoffice und Büro aufteilen, können sie mit Hot Desking ihren Arbeitsplatz je nach den täglichen Aufgaben und Bedürfnissen auswählen, was die Arbeitsumgebung flexibler und dynamischer macht.
Der Begriff „Hot Desking“ wird oft als Synonym zu „Office Hoteling“ benutzt. Aber es gibt ein paar Unterschiede zwischen den beiden Konzepten, wenn es darum geht, wie der Zugang zu freien Schreibtischen geregelt wird.
Kurz gesagt:

Laut einem CBRE-Bericht aus dem Jahr 2024 arbeiten nur noch 40 % der Unternehmen in den USA mit einem Verhältnis von 1:1 zwischen Schreibtischen und Mitarbeitenden – also in einem Modell, bei dem jeder Mitarbeiter seinen eigenen Schreibtisch im Büro hat. Im Jahr 2023 lag der Anteil der Unternehmen ohne Hot Desking noch bei 56 %. Der gleiche Bericht zeigt, dass 92 % der befragten Unternehmen ein hybrides Arbeitsmodell eingeführt haben, welches das traditionelle Verhältnis von 1:1 zwischen Schreibtischen und Mitarbeitenden überflüssig macht.
In der DACH-Region sieht es ähnlich aus. Laut dem „2025 Office Report” von teamgnesda haben 61 % der Unternehmen in deutschsprachigen Ländern eine Desk-Sharing-Quote zwischen 0,5 und 0,8. Das zeigt, dass Hot Desking nicht nur immer noch aktuell ist, sondern sogar immer beliebter wird. Mit der zunehmenden Verbreitung von Hybrid Work setzen immer mehr Unternehmen auf Desk-Sharing-Modelle, um sich an die Anwesenheitsmuster anzupassen, ungenutzte Flächen zu reduzieren und dynamischere Arbeitsplätze zu schaffen.
Ursprünglich als Möglichkeit gesehen, um Immobilienkosten zu sparen, hat Hot Deskingklare, datengestützte Vorteile für Mitarbeitende und Arbeitgebende in hybriden und flexiblen Büroumgebungen. Es unterstützt die Wahlfreiheit der Mitarbeitenden, stärkt die Zusammenarbeit, senkt die Kosten und hilft dabei, eine saubere, moderne Arbeitsumgebung zu schaffen. Das Konzept passt auch gut zu Nachhaltigkeitsbemühungen, da es die Anzahl der benötigten Schreibtische und Arbeitsplätze reduziert und so dazu beiträgt, Platzverschwendung zu vermeiden.

Trotz der vielen Vorteile hat Hot Desking auch ein paar mögliche Nachteile, wie zum Beispiel:
Hot Desking kann die Produktivität steigern, weil Mitarbeitende den Arbeitsplatz wählen können, der am besten zu ihren Aufgaben und ihrer bevorzugten Umgebung passt. Durch flexible Sitzplätze haben die Beschäftigten mehr Kontrolle darüber, wo und wie sie arbeiten, was sich positiv auf ihre Konzentration und Leistung auswirken kann. Außerdem kann das Sitzen in verschiedenen Bereichen und neben unterschiedlichen Kolleg:innen die Kreativität und das innovative Denken fördern, was indirekt zu einer höheren Produktivität beiträgt.
Hot Desking ist aber nicht immer die beste Lösung, um die Produktivität zu steigern. Ob und wie es sich auf die Produktivität auswirkt, hängt davon ab, wie gut es zum Arbeitsplatz passt, was die Mitarbeitenden bevorzugen und wie gut es umgesetzt wird. Eine starke technische Infrastruktur (mit zuverlässigem WLAN und Zugriff auf Arbeitsdateien von jedem Gerät aus) ist sehr wichtig. Ohne die richtige Technologie kann die Produktivität leiden.
Bevor ihr Hot Desking einführt, solltet ihr euch überlegen, ob euer Unternehmen wirklich bereit dafür ist. Die folgenden Fragen helfen euch dabei, euer Unternehmen in Bezug auf die wichitgsten Aspekte zu prüfen, die für den Erfolg von Hot Desking wichtig sind. Dazu gehören zum Beispiel Kommunikation, Zuverlässigkeit der Technik, Einrichtung der Arbeitsplätze, Meinung der Mitarbeitenden und allgemeine kulturelle Passung.
Hot Desking ist ein cooler, flexibler Ansatz für die Gestaltung von Arbeitsplätzen, der hybrides Arbeiten unterstützt, unnötige Kosten reduziert und den Mitarbeitenden hilft, in den Arbeitsumgebungen zu arbeiten, in denen sie am produktivsten und engagiertesten sind. Aber damit das gut klappt, braucht es eine gute Planung, die richtige Büroeinrichtung und Tools, die das Hot-Desking-Erlebnis reibungslos machen.
In den nächsten Kapiteln dieses Guides zeigen wir euch die verschiedenen Schritte, die nötig sind, damit Hot Desking in eurem Unternehmen funktioniert. Dazu gehören die Einführung von Hot Desking, die Einrichtung eures Büros für Hot Desking, die Auswahl der richtigen Hot Desking Software für Buchungen, Teamarbeit und Analytics sowie die Verwaltung von Hot Desking im täglichen Betrieb.
Verlässliche Unterstützung – wann immer du sie brauchst.
Was ist Hot Desking?
Hot Desking ist eine Art der Arbeitsplatzorganisation in einem Unternehmen, bei der verschiedene Mitarbeitende Schreibtische flexibel und nach Bedarf zu unterschiedlichen Zeiten nutzen. Dieses System soll die Flächennutzung optimieren und die Immobilienkosten senken, indem es überschüssige Büroflächen vermeidet.
Was ist der Unterschied zwischen Hot Desking und Office Hoteling?
Hot Desking und Office Hoteling sollen beide die Flächeneffizienz maximieren, sind aber für unterschiedliche Bedürfnisse gedacht. Hot Desks fördern die Spontaneität und bieten jeden Tag neue Möglichkeiten, weil man sie nicht reservieren muss. Ähnlich wie beim Hot Desking geht es beim Office Hoteling darum, einen Schreibtisch für einen längeren Zeitraum, z. B. eine Woche oder länger, zu buchen. Diese Unterschiede zu verstehen, ist wichtig, um zu entscheiden, welches Modell für das eigene Unternehmen am besten geeignet ist.
Was sind die Vorteile von Hot Desking?
Ein großer Vorteil ist die größere Flexibilität für eure Mitarbeitenden und deren Arbeitsmodelle, was mehr Freiheit schafft und eure Mitarbeitende zufriedener macht. Zudem ermöglicht Hot Desking eine effizientere Nutzung der Unternehmensflächen und -ressourcen. Es kann nicht nur Schreibtischfläche, sondern Büroflähe allgemein eingespart werden – was niedrigere Mieten, Heizkosten und weniger Büroausstattung bedeutet. Hot Desking kann somit zu Kosteneinsparungen und einer gesteigerten Effizienz führen.
Was sind die Nachteile von Hot Desking?
Hot Desking kann ein paar Nachteile mit sich bringen. Die Mitarbeitenden vermissen vielleicht einen persönlichen Arbeitsplatz, was ihr Gefühl von Zugehörigkeit und Engagement beeinträchtigen kann. Das Fehlen fester Sitzplätze kann auch zu Konflikten bei der Auswahl der Schreibtische führen und die tägliche Kommunikation etwas erschweren. Außerdem können gemeinsam genutzte Schreibtische Gesundheits- und Hygieneprobleme mit sich bringen.
Wie finde ich heraus, ob Hot Desking für mein Unternehmen das Richtige ist?
Hot Desking kann für manche Unternehmen echt super sein, aber es ist nicht für alle das Richtige. Man sollte also gut überlegen, ob es für den eigenen Arbeitsplatz passt. Dazu sollte man sich fragen, ob das Unternehmen kulturell dazu bereit und digital gut aufgestellt ist, flexibles Arbeiten unterstützt und ob es schon Anzeichen für ungenutzte Büroflächen, Ansätze für teamübergreifende Zusammenarbeit und auf Mitarbeiterseite einen Wunsch nach mehr Autonomie und Flexibilität gibt.




